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Bodenarbeit im Zusammenhang mit der
Jungpferdeausbildung:
Das Wichtigste in der Jungpferdeausbildung ist das
Pferd nicht zu überfordern. Fohlen sind zwar sehr neugierig, können
sich aber nicht lange konzentrieren.
Man kann die Aufgaben in der Jungpferdeausbildung mit Kindergarten,
Volksschule und Hauptschule vergleichen.
Die Respektarbeit sollte man beim Fohlen noch lassen,
da sie auch in der Herde "Narrenfreiheit" haben. Aber man kann
schon beginnen, es an das Halfter zu gewöhnen, die Füße heben, etwas
führen und auch mal in den Hänger gehen. Dies ist besonders wichtig,
wenn Stute oder Fohlen schnellstmöglich zum Tierarzt müssen – erst
dann mit dem Verladetraining zu beginnen könnte fatal enden.
Zeit für die Respekt- und Vertrauensarbeit wird es
dann, wenn die Halbstarkenzeit beginnt. In dieser Zeit kann man schon
einiges mit dem Jungpferd arbeiten. Einen genauen Zeitpunkt kann man
hier nicht sagen – man muss das Tier einfach beobachten. Man kann
einen Sattel auflegen und runternehmen, es an Pferdedecken gewöhnen und
als Handpferd ins Gelände mitnehmen. Ein Ausflug mit dem Hänger auf
eine nahegelegene Weide bietet Abwechslung und trainiert die
Gelassenheit beim transportieren.
Richtige Longenarbeit darf erst dann gemacht werden,
wenn der Körper dazu bereit ist (Zeitpunkt Rassenspezifisch!).
Das richtige Anreiten ist unbedingt einem Fachmann zu
überlassen – aber durch die gründliche Vorarbeit kann die Dauer
(=Kosten) des Beritts erheblich reduziert werden.
NH-Seminar:
Die Natural Horsemanship Seminarreihe ist mittlerweile
fixer Bestandteil der Expertenreihe der Firma Amesbichler geworden.
Die Bodenarbeit meisterten die beiden mitgebrachten
Pferde sehr willig und zeigten den Kursteilnehmern, wie Respekts- und
Vertrauensarbeit funktionieren.
Der Nachmittag war wie üblich einem
Fortgeschrittenenthema gewidmet, und beschäftigte sich mit der
Umsetzung des NH beim Reiten.
Bei den Teilnehmern stellte sich so manches
Aha-Erlebnis ein, wenn es darum ging, wie man ein Pferd auf feinste
körpersprachliche Hilfen hin beschleunigen, verlangsamen und wenden
kann.
Da am Kurstag ein sturmähnlicher Wind die
Planenwände der Halle bearbeitete wurde spontan auch das Thema
Fluchtinstinkt und ängstliche Pferde angesprochen, da die beiden
Vollblutaraber von den Wetterumständen nicht im geringsten begeistert
waren. Nachdem das Vorgehen bei einer solchen Situation durchdiskutiert
wurde arbeiteten Frau Praher und eine Schülerin von Ihr mit den beiden
Pferden die entsprechenden Übungen durch und der Fortschritt war
bereits nach kurzer Zeit sichtbar. Die beiden Araber hatten die
Planen-Wind-Situation akzeptiert und als ungefährlich einschätzen
gelernt.
Schlussendlich waren die Teilnehmer voll mit neuen
Gedanken und Ideen für die eigene Pferdearbeit, und wie immer freut
sich Michi Praher schon auf ein Wiedersehen beim nächsten Seminartag
bei Reitsport Amesbichler.
Michi Praher: "Besonders freut mich immer das
Feedback der Kursteilnehmer, die die schwierige Aufgabe haben, das
Gelernte zu Hause auszuprobieren und möglichst richtig nachzumachen.
Auch bei diesen beiden Seminaren durfte ich mich wieder über zahlreiche
Erfolgsmeldungen freuen!"
Frau
Michaela Praher ist als Natural Horsemanship Trainerin tätig, mehr Info
finden Sie unter: www.naturalhorsemanship.at
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