Sehr geehrte Damen und Herren, werte Pferdebesitzer!

 

Um einen Impfplan zu erstellen, beginne ich, Mag. Nikolaus Dourakas, mit der Erregerabwehr beim Fohlen:

 

Das Fohlen kommt mit einer nicht ausreichenden Abwehr zur Welt: in einem Alter von etwa zwei Wochen kann eine Abwehrbildung nachgewiesen werden, mit rund drei bis vier Monaten reicht die Abwehrbildung dann aus.

Das Neugeborene sollte innerhalb von etwa 12 Stunden die erste Milch (Kolostrum) von der

Mutter erhalten; die Menge sollte etwa zwei bis drei Liter betragen.

 

Da die mütterlichen Abwehrstoffe eine zu frühe Impfung behindern, sollte man sich vom

Haustierarzt beraten lassen, welche Impfung sinnvoll ist.

 

Ab etwa sechs Monaten sind keine mütterlichen Abwehrstoffe mehr vorhanden, die einem

optimalen Impfschutz entgegenwirken könnten.

 

„As a rough guide the useful protective value of passive antibodies persists for only the first

month of life.“

 

Ausnahmen bestätigen die Regel, daher sollte man sich, wenn möglich, einen Vorrat

an Kolostrum (erste Milch) anlegen. Die Haltbarkeit beträgt bei minus 20 Grad Celsius

etwa ein Jahr.

 

Bei Bedarf erhält das Neugeborene per Nasenschlundsonde bei einem Gewicht von 50 kg

1 bis 1,5 Liter in mehreren Portionen von etwa 0,3 Liter innerhalb der ersten 12 Stunden;

mit dem Aufbau einer aktiven Abwehr kann bei Bedarf schon mit einem Alter von

4 bis 6 Wochen begonnen werden (z.B. Tetanus, Grippe,...) - nach Rücksprache mit ihren Tierarzt.

 

Es gibt einige Impfschemata, die jedoch individuell abgestimmt werden sollten, damit

für das Pferd eine optimale Voraussetzung geschaffen wird.

                                                              

Vor jeder Impfung soll der Gesundheitszustand des Pferdes überprüft werden, damit ein optimaler Impfschutz ausgebildet wird; kranke und verwurmte Pferde sollen zuerst behandelt werden!!!

 

Je nach der Haltungsform sollte man auch ein bestimmtes Entwurmungsschema einhalten;

also ein entwurmtes Pferd in den Stall und ebenso ein entwurmtes Pferd auf die Weide -

also je nach “Parasiten - Druck“.

 

Notwendige Schutzimpfungen beim Pferd:          Tetanus

                                                                         Influenza ( diverse Stämme)

                                                                         equine Herpesviren

                                                                         viraler Pferdehusten

                                                                         Tollwut

Weiters gibt es noch sonstige Schutzimpfungen und spezielle Schutzimpfungen, die Sie mit ihrem Tierarzt besprechen können .

 

Das wichtigste für einen optimalen Impfschutz besteht in einer richtigen Grundimmunisierung, also mindestens zwei mal, wenn nicht drei mal.

Tollwut jedoch genügt einmal !!!

 

Es gibt zwar allgemeine Impfpläne, doch sollte ihr Tierarzt speziell für ihr Pferd einen optimalen Impfplan erstellen, da dies z.B. auch abhängig ist von der Vorbelastung der Umgebung, etwa wenn in einem Reitstall öfter die Grippe eingeschleppt wird.

 

Vergessen sie auch bitte nicht ihr Pferd 3 - 4 Wochen vor einem Rennen, Turnier, usw.

zu impfen, damit sich ein Impfschutz entwickeln kann.

 

 

 

 

Bei den Impfplänen wird unterschieden zwischen einem allgemeinen und einem speziellen

Impfplan (z.B.: Muttertierschutzimpfung,...) - fragen sie ihren Tierarzt .

 

Tetanus :    (3. Monat)       4. od. 5. Monat       6. od. 7. Monat           dann alle 12 Monate

 

viraler Pferdehusten :         4. Monat                 6. Monat                      15. Monat dann alle  9 Monate

   (Herpes 1)

 

Influenza:                           4. Monat                 6. Monat                      12. Monat dann alle 12 Monate

 

Tollwut :                            4. Monat                 dann alle 12 Monate

 

Herpes 1/4:                       4.Monat                   6. Monat                     12. Monat dann alle 6 Monate

 

trächtige Stuten: Herpes 1:  3. oder 4.Trächtigkeitsmonat und 7. oder 8. Trächtigkeitsmonat    

also 2x pro Trächtigkeit!!!

 

Um die Wichtigkeit von Parasiten zu erläutern seien einige anzuführen:

 

      Lungenwurm, Magenwurm, Spulwurm, großer und kleiner Leberegel,

 

      Zwergfadenwurm, Palisadenwurm, Protozoen, Arthropoden,...

 

Spezielle Parasiteninformation folgt in der nächsten Ausgabe.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Mag. Dourakas

 

Wenn Sie weitere Tipps von unserem Tierarzt Mag. Nikolaus Dourakas wünschen senden sie einfach

ein mailto:office@amesbichler.com