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Hiesbach bei Neuhofen an der Ybbs
hat sich mittlerweile zu einem echten "Mega-Event" für
Pferde-Freunde entwickelt. So "pilgerten" auch heuer
am Sonntag, dem 08. September an die 8.000 Besucher ins
westliche Niederösterreich, um bei dem familienfreundlich
gestalteten Erlebnistag rund um´s Haflinger-, Noriker- und
Warmblut-Pferd bei Mostviertlerischer Gemütlichkeit dabei zu sein.
Nicht nur viele willkommene "Schauer" waren von den
Ausstellungskollektionen – vom Fohlen bis zum ausgebildeten
Sportpferd angetan. Auch viele Kauf-Willige wickelten gleich direkt
- noch auf der Festwiese, und per Handschlag ihre Geschäfte ab. Wie
immer gab´s auch einen großen "Run" auf die Lose für
das Elite-Fohlen. Es hat sich schon herumgesprochen, dass in
Hiesbach immer solche Spitzen-Qualität verlost wird, die auch
außerhalb der Region züchterisch "Karriere" macht -
sogar als Bundessieger.
Erfreulicherweise nutzten die Züchter wieder
vermehrt diese Super-Werbemöglichkeit und beschickten fleißig die
Bewertungsringe. Zur zusätzlichen Schau-Bereicherung und um die
bunte Pferdewelt aufzuzeigen, wird ab heuer auch eine Gast-Rasse
eingeladen. Die Möglichkeit, sich vor einem großem und
begeisterungsfähigen Publikum in bestem Licht zu zeigen, nahmen
heuer die Ponyzüchter wahr. Von Kindern gerittene und gefahrene
Welsh- und Mini-Ponys waren nicht nur für die Jüngsten die
"Größten".
Schon die Eröffnung – wo ein Teil der sechzehn
ausgestellten Spitzen-Deckhengste – darunter Landes- und
Bundes-Sieger, geritten wurde, sorgte für Aufsehen. Nicht minder
beeindruckend war z. B. ein Rapp-Noriker, der sich trotz seines 800
kg Lebendgewichts tänzerisch leicht im Spanischen Schritt bewegte
oder unter seiner zarten Reiterin eine Levade zum Besten gab.
"Pippi Langstrumpf" auf einem Tiger-Noriker kam genauso
gut an wie ein höchst elegantes Warmblut-Pas De Daux, die
Damensattel-Vorführung, eine schneidige Sprung-Quadrille oder die
Ungarische Post. Gut angenommen wurde auch die Möglichkeit zur
Präsentation der Verkaufspferde unter´m Sattel oder die
Mitgestaltung des Progammpunkts "Hengste in Aktion" durch
die Beschäl-Stationen.
Kurze Schrecksekunden hatte so mancher
Hiesbach-"Zaungast" , als das täuschend echt aufgenommene
Folgeton-Horn des Hiesbacher "Notfall-Einsatz"-Trupps am
Festplatz zu vernehmen war. "Schneller als die Polizei
erlaubt" preschte die Berittene herein und sprang über das
(von entflohenen Häftlingen) in Brand gesetzte (Pappkarton)-Haus,
um die "Zündler" festzunehmen. Sofort wurde Verstärkung
angefordert und die kam in Form eines "Cobra"-Zweispänners
mit Blaulicht und Elite-Hund, der den Missetäter mit einem
gezieltem Sprung vom Kutschbock stellte. Kommando-mässig gut
abgestimmt war mittlerweile auch schon die Feuerwehr am Einsatzort.
Dank der Lösch-Profis mit einem alten Spritzenwagen kam bald das
erlösende: "Brand aus!"
Da es dabei "Verletzte" gab, war
glücklicherweise der "Gott in Weiß" – (gerade auf
Visite mit seinem original "Doktorwagen" unterwegs),
sofort zur Stelle. Tatkräftige Unterstützung bei der
"Notfall-Versorgung" bekam er vom Sanitäter-Team, das auf
seinem Wagen die Rot-Kreuz-Fahne gehißt hatte, um freie Fahrt im
Getümmel zu haben. Alleine diese filmreif-inszenierte Szene der
Haflingerzüchter trägt wieder viel zur positiven Mund-Propaganda
dieser Schau bei, die mittlerweile für ihre "aus dem Rahmen
fallenden" Shownummern bekannt ist.
Für "verrückt" wurden heuer die
Veranstalter gehalten, als publik wurde, dass
"Wüstenschiffe" in Hiesbach "vor Anker liegen
würden". Der "Fata-Morgana"-Überraschungs-Effekt
war gelungen: zu orientalischer Musik und im Beduinen-Outfit
verwandelten renn- und karawanen-erprobte Kamele von der 1.
Österreichischen Reitkamel-Schule saftiges Wiesengras in
Wüstensand.
Die Hiesbacher-Pferdeschau-Besucher waren um eine
Illusion reicher und sind glücklich, am 14. September 2003
wieder dabei sein zu können!
Barbara Schneider
>>> Welche Pferderasse
würden Sie in Hiesbach 2003 am liebsten sehen, oder haben Sie noch
andere Vorschläge?
Email einfach an: pferdeschau-hiesbach@aon.at
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