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Pferdeschau "Hiesbach Zauber" 2002

 



Hiesbach bei Neuhofen an der Ybbs hat sich mittlerweile zu einem echten "Mega-Event" für Pferde-Freunde entwickelt. So "pilgerten" auch heuer am Sonntag, dem 08. September an die 8.000 Besucher ins westliche Niederösterreich, um bei dem familienfreundlich gestalteten Erlebnistag rund um´s Haflinger-, Noriker- und Warmblut-Pferd bei Mostviertlerischer Gemütlichkeit dabei zu sein. Nicht nur viele willkommene "Schauer" waren von den Ausstellungskollektionen – vom Fohlen bis zum ausgebildeten Sportpferd angetan. Auch viele Kauf-Willige wickelten gleich direkt - noch auf der Festwiese, und per Handschlag ihre Geschäfte ab. Wie immer gab´s auch einen großen "Run" auf die Lose für das Elite-Fohlen. Es hat sich schon herumgesprochen, dass in Hiesbach immer solche Spitzen-Qualität verlost wird, die auch außerhalb der Region züchterisch "Karriere" macht - sogar als Bundessieger.

 

Erfreulicherweise nutzten die Züchter wieder vermehrt diese Super-Werbemöglichkeit und beschickten fleißig die Bewertungsringe. Zur zusätzlichen Schau-Bereicherung und um die bunte Pferdewelt aufzuzeigen, wird ab heuer auch eine Gast-Rasse eingeladen. Die Möglichkeit, sich vor einem großem und begeisterungsfähigen Publikum in bestem Licht zu zeigen, nahmen heuer die Ponyzüchter wahr. Von Kindern gerittene und gefahrene Welsh- und Mini-Ponys waren nicht nur für die Jüngsten die "Größten".

 

Schon die Eröffnung – wo ein Teil der sechzehn ausgestellten Spitzen-Deckhengste – darunter Landes- und Bundes-Sieger, geritten wurde, sorgte für Aufsehen. Nicht minder beeindruckend war z. B. ein Rapp-Noriker, der sich trotz seines 800 kg Lebendgewichts tänzerisch leicht im Spanischen Schritt bewegte oder unter seiner zarten Reiterin eine Levade zum Besten gab. "Pippi Langstrumpf" auf einem Tiger-Noriker kam genauso gut an wie ein höchst elegantes Warmblut-Pas De Daux, die Damensattel-Vorführung, eine schneidige Sprung-Quadrille oder die Ungarische Post. Gut angenommen wurde auch die Möglichkeit zur Präsentation der Verkaufspferde unter´m Sattel oder die Mitgestaltung des Progammpunkts "Hengste in Aktion" durch die Beschäl-Stationen.

 

Kurze Schrecksekunden hatte so mancher Hiesbach-"Zaungast" , als das täuschend echt aufgenommene Folgeton-Horn des Hiesbacher "Notfall-Einsatz"-Trupps am Festplatz zu vernehmen war. "Schneller als die Polizei erlaubt" preschte die Berittene herein und sprang über das (von entflohenen Häftlingen) in Brand gesetzte (Pappkarton)-Haus, um die "Zündler" festzunehmen. Sofort wurde Verstärkung angefordert und die kam in Form eines "Cobra"-Zweispänners mit Blaulicht und Elite-Hund, der den Missetäter mit einem gezieltem Sprung vom Kutschbock stellte. Kommando-mässig gut abgestimmt war mittlerweile auch schon die Feuerwehr am Einsatzort. Dank der Lösch-Profis mit einem alten Spritzenwagen kam bald das erlösende: "Brand aus!"

Da es dabei "Verletzte" gab, war glücklicherweise der "Gott in Weiß" – (gerade auf Visite mit seinem original "Doktorwagen" unterwegs), sofort zur Stelle. Tatkräftige Unterstützung bei der "Notfall-Versorgung" bekam er vom Sanitäter-Team, das auf seinem Wagen die Rot-Kreuz-Fahne gehißt hatte, um freie Fahrt im Getümmel zu haben. Alleine diese filmreif-inszenierte Szene der Haflingerzüchter trägt wieder viel zur positiven Mund-Propaganda dieser Schau bei, die mittlerweile für ihre "aus dem Rahmen fallenden" Shownummern bekannt ist.

 

Für "verrückt" wurden heuer die Veranstalter gehalten, als publik wurde, dass "Wüstenschiffe" in Hiesbach "vor Anker liegen würden". Der "Fata-Morgana"-Überraschungs-Effekt war gelungen: zu orientalischer Musik und im Beduinen-Outfit verwandelten renn- und karawanen-erprobte Kamele von der 1. Österreichischen Reitkamel-Schule saftiges Wiesengras in Wüstensand. 

Die Hiesbacher-Pferdeschau-Besucher waren um eine Illusion reicher und sind glücklich, am 14. September 2003 wieder dabei sein zu können!

 

Barbara Schneider

>>> Welche Pferderasse würden Sie in Hiesbach 2003 am liebsten sehen, oder haben Sie noch andere Vorschläge? 
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